Berufsunfähigkeitsversicherung

Die Absicherung der eigenen Arbeitskraft

Immer mehr Menschen werden während ihres Erwerbslebens berufsunfähig. Das bedeutet, dass aufgrund von Unfall oder Krankheit der Beruf für eine lange Zeit nicht mehr ausgeübt werden kann. In solchen Fällen ist die staatliche Absicherung hier absolut unzureichend. Aufgrund dessen ist es für Berufstätige wichtig, hier vorzusorgen. Mithilfe einer Berufsunfähigkeitsversicherung, kurz auch BU genannt, kann man sich gegen den Einkommens-Ausfall schützen.

Wer braucht eine Berufsunfähigkeitsversicherung?

Berufsunfähigkeitsversicherung für ArbeitnehmerEine Berufsunfähigkeitsversicherung ist für alle Erwerbstätigen wichtig, die nicht auf ihr geregeltes Einkommen verzichten können. Doch auch für Berufsanfänger und Selbstständige empfiehlt sich eine solche Versicherung, da sie in der Regel nicht gesetzlich versichert sind. Beamte, die normalerweise zwar eine bessere Absicherung erhalten, aber dennoch eine Dienstunfähigkeitsversicherung benötigen, sind ebenfalls mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung gut beraten. Selbst Hausfrauen- sowie -männer sollten nicht auf eine solche Absicherung verzichten, wenn durch ihren Ausfall beispielsweise eine Tagesmutter für die Kinder benötigt wird. Auf eine Absicherung der eigenen Arbeitskraft kann im Grund genommen nur dann komplett verzichtet werden, wenn man durch bereits vorhandenes Vermögen vollständig versorgt ist. Oder wenn die Familie dementsprechend versorgt und somit nicht auf das Einkommen angewiesen ist.

Aus welchen Gründen heraus könnte ich berufsunfähig werden?

Berufsunfähig ist man dann, wenn es aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr möglich ist, den eigenen Beruf für wenigstens sechs Monate auszuüben. Das trifft heute immerhin auf jeden vierten bis fünften Bundesbürger zu. Gründe für eine Berufsunfähigkeit sind zum Beispiel:

– Unfälle
– Erkrankungen des Bewegungsapparates
– Herz-/Gefäßerkrankungen
– Nervenkrankheiten/psychische Erkrankungen

Wie viel kostet eine Berufsunfähigkeitsversicherung?

Die Kosten für eine Berufsunfähigkeitsversicherung sind nicht allgemeingültig, sondern variieren je nach Beruf. So muss zum Beispiel ein Bauarbeiter trotz gleicher Leistungen wesentlich mehr Gelder einbezahlen, als ein Sachbearbeiter, der täglich am Schreibtisch arbeitet. Das Risiko ist bei dem Bauarbeiter deutlich höher. Dafür spielt bei der Berufsunfähigkeitsversicherung der eigentliche Grund, warum der Beruf nicht mehr ausgeübt werden kann, keine Rolle.

Der Versicherungsfall: Die private Altersvorsorge bei Berufsunfähigkeit

Beruf nicht mehr ausführbarEine Berufsunfähigkeitsversicherung versichert generell den zuletzt ausgeübten Beruf. In der Regel tritt hier der Versicherungsfall bei vielen Policen dann ein, wenn der Versicherungsnehmer wenigstens zu 50 Prozent berufsunfähig ist. Allerdings darf hier nicht mutwillig gehandelt werden. Um die Berufsunfähigkeit beweisen zu können, ist ein ärztliches Gutachten, das die relevanten Gesundheitsfragen beantwortet, notwendig. Wird dann die Berufsunfähigkeit definitiv festgestellt, bezahlt die Versicherungsgesellschaft die im Vertrag vereinbarte monatliche Rente an den Versicherungsnehmer aus. Das letzte Einkommen, das vor der Berufsunfähigkeit verdient wurde, ist hier vollkommen irrelevant. Somit dient die Berufsunfähigkeitsversicherung auch als eine Art private Rente, wenn der Beruf nicht mehr ausgeübt werden kann.

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